In Italien wird eine generelle Impfpflicht eingeführt - als Konsequenz aus einer aktuellen Masernepidemie (ZEIT online 2017).

Am 08.05.2015 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel, der eine aktuell erschienene Studie (Mina 2015) zu den immunologischen Auswirkungen der Masernerkrankung zum Thema hat - im Folgenden ein hierauf bezogener Leserbrief vom 09.05..

Am 03.03.2015 beschäftigte sich auch die "Münchner Runde" des Bayerischen Fernsehens (BR) mit immerhin so erlauchten Gästen wie der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml (Ärztin) und Werner Bartens (Arzt) von der SZ durchaus kontrovers mit dem Thema Masern, Masernimpfung und Impfpflicht.

Im Rahmen des aktuellen Berliner Masernausbruchs 2015 schien diese Erkrankung von Woche zu Woche gefährlicher zu werden: sprachen die ersten Zeitungsbericht noch von einer Sterblichkeit (eigentlich: Letalität, also „Tödlichkeit") der Masern von 1 : 1000 - 1 : 2000, war jetzt länger von 1 : 1000 zu lesen, und gestern überbot sich die Sueddeutsche Zeitung mit der Angabe eines Todesfalles auf 500 Erkrankte. Die Rechnung scheint plausibel: in Berlin gut 500 Erkrankte, 1 Todesfall, macht 1 : 500. Nur: so funktioniert guter Wissenschaftsjournalismus nicht…

Effektivität und Impfstrategie (s. auch Kapitel über Impfschutz)

  • Nach einer ersten Masernimpfung im zweiten Lebensjahr sind etwa 93% der Geimpften ausreichend geschützt, unabhängig von einer zweiten Impfung (McLean 2013).