Was im Frühjahr die so ritualisierten wie hochlukrativen Panik-Kampagnen zur FSME-Impfung, sind im Herbst die PR-Lawinen zur (noch viel lukrativeren) Grippe-Impfung  - egal ob Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Apotheker-Zeitung oder die "normalen" Medien: ein Überleben des Winters ohne Grippeschutzimpfung, so die einmütige Botschaft, scheint mehr als fraglich.

Nachdem die Grippeimpfung von Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen bis jetzt jeden überzeugenden Beweis einer relevanten Wirksamkeit schuldig blieb, haben einige Länder - auch in Europa - eine neue Zielgruppe in's Auge gefasst: Schwangere.

Eine aktuelle Untersuchung der amerikanischen Yale-Universität stellt einen zumindest zeitlichen Zusammenhang zwischen Impfungen im Kindes- und Jugendalter und schweren psychiatrischen Erkrankungen her - besonders eindrücklich ist dieser Zusammenhang der Studie zufolge zwischen der Grippeimpfung und dem ersten Auftreten einer Anorexia nervosa (AN - "Magersucht") (Leslie 2017).

Wie verschiedene Medien gleichlautend unter Berufung auf das Robert Koch Institut (RKI) melden, gehen Experten für diese Saison von einer "nicht optimalen" Wirksamkeit des aktuellen Grippeimpfstoffs aus.

Ende Oktober 2011 wurde der Grippeimpfstoff Preflucel® der Firma Baxter nach Intervention des in Deutschland für die Sicherheit von Impfstoffen zuständigen Paul Ehrlich-Instituts (PEI) aufgrund schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen.