In den letzten Jahren häufen sich Berichte betroffener Eltern, kassenärztlich tätige Kinderärztinnen und Kinderärzte hätten ihnen die weitere Betreuung in der Praxis verweigert, weil diese Eltern ihre Kinder nicht oder nicht vollständig impfen ließen. Teilweise wurde dies sogar mit einem Rundschreiben an alle Patienten mitgeteilt. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat jetzt auf Anfrage klar gestellt, dass dieses Vorgehen nicht rechtens ist.

Nachdem die Herstellerfirmen ihre eigenen, von den Angaben des Paul Ehrlich Instituts (PEI) nicht selten abweichenden Informationsseiten zu Lieferengpässen eingestellt haben, bleibt auch uns nur noch, auf die PEI-Seiten zu verweisen - andere Informationen sind derzeit nicht vefügbar.

Politik und Medien überschlagen sich unverändert mit Aufforderungen (bis hin zu angedrohten Zwangsszenarien), sich bzw. die eigenen Kinder doch unbedingt impfen zu lassen - nur stellt sich zunehmend die Frage: womit denn?

Für Sie als Eltern ist es ausgesprochen schwierig, sich zum Thema Impfungen umfassend geschweige denn objektiv zu informieren.

Auch die Empfehlung des Impfzeitpunktes ist nicht nur von Überlegungen bestimmt, die sich ausschließlich am Wohl des einzelnen Kind orientieren:

  • so fällt es nicht leicht, sich für ein Kind in unseren Breiten innerhalb der ersten Lebensmonate Verletzungen vorzustellen, die ein Wundstarrkrampfrisiko in sich bergen - sollte wider Erwarten eine solche doch auftreten (Verkehrsunfall, ...) bleibt bei Wundstarrkrampf immer die Möglichkeit des sicheren Sofortschutzes durch die Passivimpfung, d. h. die Übertragung fertiger Antikörper. Darüber hinaus greift auch gerade in den ersten Lebensmonaten noch ein Leih-Impfschutz von der in aller Regel in unseren Breiten ja ausreichend immunisierten Mutter (s. Kapitel über Tetanus).