Im Oktober 2020 erschien eine weitere Studie, die den Versuch unternahm, den Gesundheitszustand geimpfter und ungeimpfter Kinder zu vergleichen (Lyons-Weiler 2020) - leider wieder mit entscheidenden methodischen Einschränkungen...

Viele der grundlegenden Fragen zum Impfen lassen sich nur durch eine mittel- bis langfristige Vergleichsstudie geimpfter und ungeimpfter Kinder beantworten, die deren Entwicklung und Gesundheitszustand regelmäßig, umfassend und - vor allem - wissenschaftlich einwandfrei begleitet und dokumentiert. Immer wieder werden solche Studien initiiert, keine von ihnen kann bis heute wissenschaftlich überzeugen. Jetzt erschien ein neuer Versuch, veröffentlicht von Brian Hooker (Hooker 2020), einem Bioingenieur an einer christlichen Privatuniversität in den USA, der als Ansprechpartner des CDC-whistleblowers in dem umstrittenen Film "Vaxxed" von Andrew Wakefield bekannt wurde.

Impfungen in der Schwangerschaft - vor nicht wenigen Jahren noch ein absolutes Tabu - rücken zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen (und merkantilen) Interesses. Speziell die Keuchhusten- und die Influenza-Impfung werden mittlerweile in zahlreichen Ländern für die werdende Mutter empfohlen, primär, um das dann neugeborene Kind vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

In Deutschland seien nach Ansicht der Bundesregierung in den letzten 10 Jahren etwa 190.000 Menschen an Erkrankungen gestorben, gegen die man impfen könne - so zitiert zumindest die Tagesschau auf ihrem twitter-Account aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Tagesschau 2017, DIP 2017).

Angesichts der seit Jahren massiv eingeschränkten Marktverfügbarkeit zahlreicher eigentlich zugelassener Kombinationsimpfstoffe und der ohnehin ständig geringer werdenden Auswahl an Impfstoff-Kombinationen entscheiden sich viele Eltern, ihre Kinder mit für diesen Zweck eigentlich nicht zugelassenen Impfstoffen grundimmunisieren zu lassen - ein Vorgehen, das sich bei entsprechender Aufklärung durch die Kinderärztin/den Kinderarzt vollständig im Einklang mit dem deutschen Arzneimittelrecht befindet, ist hier doch die Anwendung von Medikamenten außerhalb ihrer eigentlichen Zulassung ausdrücklich erlaubt (Arzneimittelbrief 2008).