Viele der grundlegenden Fragen zum Impfen lassen sich nur durch eine mittel- bis langfristige Vergleichsstudie geimpfter und ungeimpfter Kinder beantworten, die deren Entwicklung und Gesundheitszustand regelmäßig, umfassend und - vor allem - wissenschaftlich einwandfrei begleitet und dokumentiert. Immer wieder werden solche Studien initiiert, keine von ihnen kann bis heute wissenschaftlich überzeugen. Jetzt erschien ein neuer Versuch, veröffentlicht von Brian Hooker (Hooker 2020), einem Bioingenieur an einer christlichen Privatuniversität in den USA, der als Ansprechpartner des CDC-whistleblowers in dem umstrittenen Film "Vaxxed" von Andrew Wakefield bekannt wurde.

Der Bestimmung des Antikörper-Titers nach Hepatitis B-Impfung kommt unter mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung zu:

  • zum einen ist der Nachweis eines Schutzes gegen Hepatitis B in vielen Risikoberufen (z.B. im medizinischen Bereich) eine Voraussetzung für die Beschäftigung

  • zum anderen gelten bei der Antikörperbestimmung nach Hepatitis B-Impfung etwas andere Spielregeln als z.B. bei der von Antikörpern gegen Tetanus, was erfahrungsgemäß auch vielen Fachleuten nicht klar ist.

In der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern oder Impfstoffen bedient sich unser Immunsystem zweier miteinander zwar eng verzahnter, aber doch grundsätzlich unterschiedlicher Systeme: des "humoralen" und des "zellulären" Immunsystems.

Impfungen in der Schwangerschaft - vor nicht wenigen Jahren noch ein absolutes Tabu - rücken zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen (und merkantilen) Interesses. Speziell die Keuchhusten- und die Influenza-Impfung werden mittlerweile in zahlreichen Ländern für die werdende Mutter empfohlen, primär, um das dann neugeborene Kind vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.

In Deutschland seien nach Ansicht der Bundesregierung in den letzten 10 Jahren etwa 190.000 Menschen an Erkrankungen gestorben, gegen die man impfen könne - so zitiert zumindest die Tagesschau auf ihrem twitter-Account aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (Tagesschau 2017, DIP 2017).