Offenbar plant die Niedersächsische Landesregierung über eine Bundesratsinitiative, die Frist für den verpflichtenden Nachweis der Masernimmunität, die bis jetzt am 31.07.2021 abläuft, deutlich zu verlängern.

Nach den Unterlagen, die beim Bundesrat für dessen 1000. Sitzung vorliegen, ist geplant, diesen Stichtag auf den 31.12.2022 zu verschieben, um KiTas, Schulen und vor allem die Gesundheitsämter, die mit der Kontrolle des Nachweises letztendlich befasst sind, zu entlasten.

"Der in der derzeitigen Fassung [des Infektionschutzgesetzes] am 31.07.2021 endende Umsetzungszeitraum sollte bis zum 31.12.2022 verlängert werden. […]

Mit der Verlängerung des Zeitraumes zur Umsetzung von Maßnahmen zum Masernschutz soll insbesondere den durch die Covid-19-Pandemie besonders stark belasteten Schulen und Kindertageseinrichtungen mehr Zeit eingeräumt werden, die zum 01.03.2020 neu in das Infektionsschutzgesetz (IfSG) aufgenommenen Vorgaben zum Masernschutz umzusetzen. Auch eine zusätzliche Belastung der Gesundheitsämter soll vermieden werden."