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Todesfälle Jugendlicher nach COVID-Impfung - Daten des ONS - 2. update 25.03.2022

Die Analyse von mehr als 500 Todesfällen bei Jugendlichen innerhalb von 12 Wochen nach COVID-Impfung ergab kein Signal einer erhöhten Sterblichkeit innerhalb der ersten 6 Wochen nach der Impfung. In diesem Zeitintervall hätten die Autoren Myokarditis-Fälle erwartet und offenbar auch die damit zusammenhängenden Todesfälle.

Diese Betrachtung lässt außer Acht, dass die Myokarditis nach der Impfung selbst oft vordergründig unkompliziert ausheilt, häufig jedoch Narben im Herzmuskelgewebe bleiben (Stichwort: late gadolinium enhancement im MRT), die ein deutlicher Risikofaktor für Herztodesfälle innerhalb der nächsten Monate und Jahre sind. Diese werden von der vorgelegten Analyse natürlich nicht erfasst.

Damit kann hier lediglich geschlossen werden, dass die Akutsterblichkeit der Myokarditis nach Impfung nicht statistisch auffällig ist - das hätte aber auch niemand erwartet. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen können mit dieser Untersuchung nicht erfasst werden.


Update 24.03.2022:

Mittlerweile ist die Studie als preprint erschienen und wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet:

Wenn dies die Todesfälle in den Wochen nach der Impfung darstellt  und unübersehbar ist, dass diese in den ersten etwa 12 Wochen nach der Impfung deutlich höher waren, als in den darauf folgenden Wochen - mit welcher Begründung ist dann diese offensichtliche Hochrisiko-Phase allein betrachtet und gedanklich nochmals unterteilt worden?

Warum auch immer scheint die Zahl der Todesfälle junger Menschen in den 12 Wochen nach einer mRNA-Impfung deutlich höher zu sein, als mehr als ein viertel Jahr nach der Impfung - und zwar sowohl die Todesfälle jedweder Ursache, als auch die auch kardialen Gründen.

Ein katastrophales Risikosignal...

Update 25.03.2022

@OS51388957 ist auf twitter diesem Risikosignal anhand der Rohdaten nachgegangen und fand Erschreckendes:

Verglichen mit den Wochen 13 - 24 ergab sich eine deutlich erhöhte Sterblichkeit in den ersten 12 Wochen nach der Impfung:

Und selbst, wenn man das untersuchte und verglichene Zeitintervall - das in der Originalpublikation ja willkürlich mit Woche 1 - 6 und Woche 7 - 12 gewählt war - etwas anders legt, nämlich z.B. Woche 1 - 8 verglichen mit Woche 9 - 16, ergibt sich immer noch eine deutliche Zunahme der Sterblichkeit:

Gemessene Daten wurden hier vom ONS und den Studienautoren also offenbar so aufbereitet, dass das erwünschte Ergebnis hervorging - bei nur etwas veränderter Betrachtung wird die Aussage ("Kein Risikosignal") in ihr Gegenteil verkehrt...

@JohannHolzmann weist zu Recht darauf hin, dass die Studienautoren einen vemehrten "drop off" der Todesfälle/Todesfallmeldungen ab Woche 12 annehmen - allerdings liegt diesem eine lediglich angenommene Meldeverzögerung zu Grunde ("more likely to be affected"). Hier fehlen jetzt schlicht vergleichbare "Normalwerte" gemeldeter Todesfälle in den betrachteten Zeiträumen aus Vorjahren ohne Impfung (bei einer Studie des ONS sollte das ja kein Problem sein...) . So lässt sich die Frage "drop off"/"Meldeverzögerung"/"fehlende Fälle" schlicht nicht beantworten.

Und: das wirft einmal mehr die Frage nach Sinnhaftigkeit und Legitimität der Originalanalyse auf, die ja auf 12 Wochen beschränkt wird und diese Zeit willkürlich unterteilt: schließlich werden diese Daten für sehr grundsätzliche Aussagen zur vermeintlichen Sicherheit der Impfstoffe herangezogen.

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