Verimpft wird der abgeschwächte Giftstoff (Toxoid), gebunden an Aluminiumphosphat. Einzelimpfstoffe gegen Diphtherie sind nicht mehr auf dem Markt, die Minimalkombination ist die mit Tetanus.

Die durch die Impfung erzeugte Immunität richtet sich ausschließlich gegen das (für die meisten Krankheitskomplikationen verantwortliche) Toxin der Diphtheriebakterien, es ist eine so genannte antitoxische Immunität. Damit ist die Frage der Herdenimmunität bei der Diphtherie ausgesprochen schwierig zu beantworten, da durch eine antitoxische Immunität Andere eben nicht geschützt werden können (s. Herdenimmunität).

Inwieweit die Impfung gegen das Toxin des in Deutschland zunehmend als Auslöser der Diphtherie beobachteten Bakterium Corynebacterium ulcerans wirkt, ist völlig offen (RKI 2015) - inwieweit dessen vermehrtes Auftreten mit dem stabilen Zurückdrängen der eigentlichen Diphtheriebakterien zusammenhängt auch.

Die Effektivität der Impfung ist nicht systematisch untersucht, es fällt jedoch auf, dass "ein Großteil der zwischen 2006 und 2010 der WHO gemeldeten Diphtheriefälle mindestens 3-mal geimpft war und die 3. Impfung im überwiegenden Teil weniger als 10 Jahre zurücklag." (RKI 2011)

Die UAW einer isolierten Diphtherie-Impfung sind - da in den allermeisten Fällen in Kombination mit Wundstarrkrampf verimpft - praktisch nicht zu beurteilen.

 

Literatur

RKI. Infektionsepidemiologisches Jahrbuch 2015. Berlin 2016

RKI. EpiBull 2011 Nr. 27

RKI. Diphtherie. 2009. Abruf 12.04.2017