Nachdem sich bisher schon alle relevanten medizinischen Experten der STIKO und des Robert Koch Instituts skeptisch oder sogar ablehnend zu den Impfpflicht-Plänen des Bundesgesundheitsministers geäußert hatten (s. hier), spricht sich jetzt auch der Deutsche Ethikrat unmissverständlich gegen Spahns Vorhaben aus (Ethikrat 2019).

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen vom Verein "Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V." habe ich eine Stellungnahme zum vorliegenden Referentenentwurf des "Masernschutzgesetzes", das die Regelungen für die geplante Impfpflicht enthält, verfasst - sie finden den Text hier als offenen Brief.

Der Noch-Präsident der Bundesärztekammer und gewählte Präsident des Weltärztebundes, F.U. Montgomery, hat aktuell täglich neue, originelle Ideen zum Thema Impfen (so als gelernter Radiologe...). Nach dem Vorschlag von Gewissenstribunalen für Eltern nach dem Vorbild der Ausschüsse, die seinerzeit über Kriegsdienstverweigerer urteilten, sind jetzt die Ärzte dran:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den angekündigten Gesetzentwurf zur Impfpflicht gegen Masern vorgelegt. Überraschend: Spahn will - offensichtlich weitgehend im Alleingang - weit über die Ziele der WHO und aller anderen Gesundheitsbehörden hinausgehen...

Eigentlich ist beim Impfen doch alles ganz einfach: die, die nicht, oder nicht alles, oder zu spät impfen, sind die Bösen (lt. WHO mindestens so böse wie die Klimakrise), alle anderen die guten - und dann gibt es noch die besonders Guten, die die nicht Guten zum Gutsein zwingen wollen: die Impfpflicht-Euphoriker. Irritierend ist allenfalls, dass selbst bei letzteren nicht zwei der selbsternannten Impf-Sheriffs das gleiche wollen...