Nachdem der Verein "Ärzte für individuelle Impfentscheidung eV" bereits den Referentenentwurf des Masernschutzgesetzes kommentiert hatten (und dieser Kommentar auf der Internetseite des BMG veröffentlicht wurde), haben wir jetzt den vorliegenden Kabinettsentwurf der gleichen Prüfung unterzogen und das Ergebnis beim jetzt federführenden Gesundheitsausschuss des Bundestages eingereicht.

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Bevor noch der Bundestag sich mit dem Masernschutzgesetz befasst, war dieses schon Thema im Bundesrat. Der dort zuständige Gesundheitsausschuss veröffentlichte eine Stellungnahme (Bundesrat 2019), die an zahlreichen Stellen deutliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Gesetzentwurfes anmeldet).

Das Sommerloch muss für Journalisten furchtbar sein: wenn alle vermeintlichen Alligatoren in tatsächlichen Baggerseen beschrieben sind - was bleibt zu tun? Die SZ hat jetzt eine neue journalistische Disziplin für sich entdeckt - Leserbriefe selber schreiben....

Nachdem Deutschland das Ziel der WHO, die Masern zu eliminieren, unterstützt und dieses Ziel auch eines der Hauptargumente für die geplante Impfpflicht ist, gibt es eine Nationale Kommission (die NAVKO), die jährlich berichtet, wie weit Deutschland auf diesem Weg bereits gekommen ist - der Report für 2018 liegt jetzt vor und enthält einige Überraschungen.

Man fühlt sich schon an die Ziehung der Lottozahlen erinnert, wenn sich derzeit alle Welt berufen fühlt, Durchimpfungsraten zumindestens zu kommentieren, wenn nicht gleich ganz neu zu berechnen. Zuletzt tat dies jetzt die altehrwürdige Barmer-Ersatzkasse (Barmer 2019) und der gewünschte Effekt trat sofort ein: Schlagzeile im persönlichen Impfpflicht-Mitteilungsblatt von Super-Jens Spahn, der weniger altehrwürdigen BILD.